Zu wenig für die Spitze – Lindaer mit Berg- und Talfahrt

Überraschung beim Tabellenführer verpasst

Als klarer Außenseiter reisten die Lindaer Volleyballer vergangenen Samstag zum TSV Zschopau II, um dem ungeschlagenen Tabellenführer ein paar Punkte abzutrotzen. Blickt man allein auf das Ergebnis zurück, sind die Gäste ihrer Rolle gerecht geworden. Doch ganz so klar verlief die Partie nicht.

Im ersten Durchgang zeigten beide Mannschaften attraktiven Volleyball und lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Gastgeber aufgrund der effektiveren Angriffe mit 25:23 für sich entschieden.

Nach dem soliden Spiel im ersten Satz, zeigten die Lindaer im zweiten Abschnitt kollektive Auflösungserscheinungen und zerfahrenes Aufbauspiel, wodurch der Ligaprimus ein ungefährdetes 25:19 einfuhr und bereits den ersten Punkt auf der Habenseite verbuchen konnte. Aber noch waren 2 Zähler fürs Gesamtklassement zu vergeben. Dessen bewusst besannen sich die Gäste auf ihre Stärken und liefen plötzlich zur Höchstform auf. Etliche verloren geglaubte Bälle wurden mit Kampf und Geschick im Spiel gehalten, der Gegner daraufhin zu unnötigen Fehlern gezwungen und permanent durch Außenangreifer Martin Rosaly oder Mittelblocker Steve Kirschner unter Druck gesetzt. Konsequenz der engagierten Leistung war der Satzgewinn mit einem deutlichen 25:13, dem nichts hinzuzufügen ist.

Aus Erfahrungen der Vergangenheit war man allerdings gewarnt, dass diese Dominanz zeitlich begrenzt ist und Zschopau im folgenden Satz nicht zur „Schießbude“ werden würde.

Dementsprechend motiviert antworteten die Hausherren mit knallharten Aufschlägen und starkem Blockspiel, was ihnen ein Polster von 4 bis 6 Punkten verschaffte. Zwar fanden die Lindaer zurück in die Spur und knabberten immer wieder am Rückstand (15:18, 17:19), doch letztlich war die Summe an individuellen Fehlern ausschlaggebend dafür, dass sich der Favorit mit 25:18 durchsetzen konnte und mit dem 3:1-Erfolg alle 3 Punkte in seiner Halle behielt.

„Wenn man gegen das Über-Team der Spielserie einen Satz mit 25:13 gewinnt, ist es umso bedauerlicher ohne Punkte aus der Partie zu gehen“ ärgert sich Libero Philip Rößger über die vertane Chance. “Zschopau ist absolut schlagbar, dazu bedarf es allerdings einer konstanten Leistung. Die können wir derzeit nicht abrufen“ so der Libero weiter.

Im ersten Spiel des Tages erging es dem 1. VV Freiberg ähnlich wie den Lindaern. Sie konnten die Hausherren einige Male ordentlich ärgern, aber auch ihnen fehlte am Ende die Konstanz, um die Gastgeber ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Sie unterlagen letztlich ebenfalls mit 1:3, wodurch der Tabellenführer (23P.) in der Gesamtwertung nun klar vor dem Chemnitzer PSV II (16P.) liegt.

Für die Zschopauer verlief der Spieltag optimal, zumal sie alle Verfolger distanzieren konnten und auf dem Durchmarsch Richtung Bezirksliga kaum aufzuhalten sind. Viele Freunde werden sich die junge, sympathische Truppe allerdings in keiner Liga machen. Ihr Spiel, und maßgeblich auch das der Gegner sowie die Entscheidungen des Schiedsgerichts werden durch ihren permanent diskutierenden, meckernden und alleswissenden Trainer geprägt, wobei Begriffe wie Fairness und Anerkennung irgendwo zwischen bunten Regeltafeln und wild fuchtelnden Gesten verloren gegangen sind. Sehr speziell…

Auf die Vergabe des „Trullala“ wurde angesichts der kollektiven Hochs und Tiefs verzichtet, wobei sich abwesende Akteure gern an der Bereitstellung des nächsten Hopfenkaltgetränks beteiligen dürfen.

Für Linda spielten: Böttcher-Kipping, Krumbiegel, Kirschner, Kuttig, Kröhnert, Horvath, Pilawa, Rosaly, Rößger

 

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2 Kommentare zu Zu wenig für die Spitze – Lindaer mit Berg- und Talfahrt

  1. Andi sagt:

    Es war für uns natürlich ein schöneres Wochenende und die Spiele haben echt Spass gemacht. Unser Trainer ist speziell aber auf keinen Fall unfair! Es gibt Regeln und die sollten bekannt sein.

    Achja … so jung sind wir auch nicht mehr 😀

    Danke fürs gute Spiel

    • MBK sagt:

      Stimmt, die Spiele waren interessant, spannend und teilweise gutklassig. Und stimmt, so jung sind einige von euch auch nicht…aber vielleicht der ein oder andere eben doch, um zu wissen was sich gehört und was nicht.
      Jedenfalls viel Erfolg euch Zschopauern, dass ihr alsbald den Sprung aus dem Bezirk schafft…dann wird es auch ruhiger (für alle Beteiligten) und Sport und Spass stehen wieder im Vordergrund.

      Ell Linda

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