Viel investiert und doch nicht belohnt – Rückschlag im Abstiegskampf
An der Leistung seiner Männer kann Lindas Spielertrainer Mirko wenig kritisieren, auch wenn der Aufsteiger ohne Punkte aus der Kulturhauptstadt die Heimreise antreten musste.
Zuvor boten die Gäste aus dem Brand-Erbisdorfer Stadtteil dem ambitionierten Ligakontrahenten ordentlich Paroli und einen echten Kampf auf Augenhöhe. Obwohl sicher der Kader des Chemnitzer WSV vornehmlich aus U18- und U20-Spieler zusammensetzt, vertraute deren Trainer Thomas Dressler auf die Dienste der gestandenen Spieler um Thilo Schmalfuß, Daniel Schmidt und Alexander Kunert. Ausgestattet mit jahrelanger Wettkampferfahrung in weit höheren Ligen, sollten sie der junge Garde der Gastgeber die nötige Ruhe vermitteln. Und das war auch an gebracht, denn der Linda-Sechser ließ sich auf einen „heißen Tanz“ ein.
Getrieben von den fast 50 lautstarken Zuschauern in der Spielhalle im Sportforum entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sowohl der CWSV als auch die Lindaer mit sehenswerten Schnellangriffen und intensiven Abwehraktionen glänzten. Die Satzverläufe unterschieden sich dabei kaum. Die Gastgeber erwischten stets den besseren Start, Linda glich zur Hälfte aus, führte kurz, konnte den Vorsprung aber nicht ins Ziel retten.
„Mitte des zweiten Satzes hatten wir die Chemnitzer Fans in der Halle zum Schweigen gebracht“, erinnert sich Routinier Sven Stebel, der mit seinen 45 Jahren wieder eine tolle Partie absolvierte. „Da lief bei uns so gut wie alles.“ Dass es dem Tabellenachten nicht gelang, die überlegte Spielweise bis zum Satzende aufrechtzuerhalten, ist vielleicht der einzige Kritikpunkt von Trainer Böttcher. „Wenn´s eng zu geht, will keiner einen Fehler machen. Das ist manchmal der größte Fehler überhaupt.“ Zudem hatten die Gastgeber auch eine gehörige Portion Spielglück. Gerade in den entscheidenden Phasen profitierten sie von etlichen Netzrollern, die unerreichbar bei den Lindaern zu Boden fielen. „Das sind die ganz kleinen Dinge, die dich mental kurz aus der Bahn werfen und zwei, drei Punkte kosten“ so Böttcher weiter.

Am Ende bleibt nach der 3:0-Niederlage (22, 23, 21) von einem starken Auftritt nur die Erkenntnis übrig, zurecht in der Liga zu spielen und noch zwei Chancen zum Klassenerhalt am abschließenden Heimspieltag zu besitzen. Die Ausgangslage ist dabei allerdings mehr als herausfordern, trifft der SV Linda am 12.04.2025 auf die formstarke Drittligareserve des VSV Oelsnitz und den Landesklasseabsteiger Fortuna Göltzschtal.
Das Trullala für den besten Spieler sicherte sich diesmal unser alter Haase und Dauerbrenner Sven „Stebi“ Stebel. Flink wie ein Wiesel und mächtig wie ein Bär…Mittelblock-Maschine!!! Glückwunsch und Prost!!!
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Bild zur Meldung: Volleyball Bezirksliga: SG Chemnitzer WSV/ SV Harthau II. gegen SV Linda I.